Monatsarchiv: Februar 2011

Politiker und das Netz – ein Widerspruch in sich?


Ey es geht echt nicht, dass sich dieses Blog nur mit infantil peripheren Thematiken einer völlig degenerierten digitalen Gesellschaftsrandgruppe befasst. Auf den Sonntag mal was wirklich Existentielles: POLITIK!

Hmmmmm … was ist denn ein wirklich wichtiges politisches Thema? Ah – ich hab´s: laut einer  Studie der Technischen Universität Ilmenau haben deutsche Politiker null Bock auf Social Media.

Von 622 Mitgliedern des Bundestages haben 146 ein Profil auf Facebook (welches jedoch wiederum nur von einem Drittel überhaupt gepflegt wird).

Stellt sich die Frage: WARUM?

Ja das ist doch wohl klar: hättest du als Politiker Lust, dich mit diesen ganzen nervtötenden Zivilisten auseinander zu setzen? Wohl auch noch Fragen zu beantworten? Etwa auf die eingehen sollen oder – stell dir DAS mal vor – auch noch Comments ertragen zu müssen? Ey sorry, aber als Politiker hat man Anderes zu tun, als sich mit solch ungereimtem Flechtwerk herum zu schlagen. Und da muss man auch noch richtig hart arbeiten, und kann nicht den lieben langen Tag vor diesen Kabelkisten rumhocken wie all diese Looser…äh Bürger.

Außerdem ist dieses Internet und Vernetzung eh doof, nachher kommt noch raus, dass das Wahlprogramm nur von den anderen abgeschrieben war.

Obwohl….diese Internetzigen copien und pasten ja wohl auch alles, die sollen sich mal nicht so haben!

Grüße, ganz fette, von der Copyrette

P.S. Politiker sind aber sonst meist schon ziemlich up to date…

Die Inder sind schuld!


Ohjemine ( hat jemand dieses Wort schon mal ausgeschrieben?): das Ärgste, was einem Internet-technisch passieren kann, berichtete kürzlich ein Freund. Idee: er wollte sparen. Da ist Indien erstmal keine schlechte Wahl.  Inhalt: seine neueste Softwareidee. Da sollten schon die ersten Alarmlampen blinken!

Kurz gegoogelt, Vita überprüft und Auftrag erteilt. Günstiger wurde es ihm angeboten. Und schneller in der Lieferung waren sie auch.

Doch das Internet strikes back. Bugs, Bugs, Bugs – und kein Support.

Da stehst Du denn alleine da.

Auf Deine Mails werden nach Bezahlung nicht mehr geantwortet, die Leute hast Du noch nie gesehen und wirst es auch nie, ebenso wenig wie einen Verantwortlichen.

Da sollte man lieber die Leute mal per Skype Begutachten. Ah da fällt mir gleich was neues ein: Einstellungsgespräche auf Skype….

With gentle Hugs, Der Online Gentleman

P.S. Heiraten per Skype geht ja auch schon ….

Google will die Zukunft erforschen


So so Google will die Zukunft erforschen. Jedenfalls die Zukunft des Internets (wobei ich persönlich da keinen fundamentalen Unterschied finde). Wird in Berlin nämlich bald ein wissenschaftliches Institut aufgebaut, das das Futurum des www ergründet.

Während mein Kollege der Online Gentleman mal wieder völlig inadäquate Prognosen zum Ergebnis abgibt („Mit Menschen gepaarte iPads digitalisieren die Welt und kämpfen gegen Tintenfüller“), kann ich gleich sagen, was dabei raus kommt – oder vielmehr: ZEIGEN!

Kurz vor Redaktionsschluß wurde uns übrigens dieser geheime Plan zugespielt. Ob da bei Google doch mehr dahinter steht?

Grüße, ganz fette, von der Internette 2.0

P.S. Warum fragen sie nicht gleich die Krake Paul?

Unsere Lieblingsseite der Woche: i share gossip!


Zitat: „Kristin ausser 9b is die gröZzzte SCHLAMPE der schule!“ (Übersetzung der Redaktion: Kristin aus der Klasse 9 B hat den gleichen Beruf wie meine Mutter … ähm mag ich nicht soooo dolle“).

Jaaa und wenn es um Ungerechtigkeiten geht, dann ist das www natürlich mal wieder ganz oben mit dabei. Es gibt einen neuen Stern am Netzhimmel, scheiß auf Facebook und Konsorten, die sind abgeschlagen. Das neue Internet ist anonym und gibt Dir die Möglichkeit über alles und jeden abzuschwatzen, zu lästern und zu mobben.  Schon jetzt von der Justiz erfolglos verfolgt:

Merkwürdigerweise treffen sich hier nur Schüler aus Berlin?

Ist das ein Armutszeugnis oder eine AggroAnsage;-)

 

With gentle Hugs, Der Online Gentleman

P.S. Danke TAZ für diesen Tipp!

P.S.S. Wenn man schon ne Meinung hat (?) – dann sollte man die dem Adressaten auch in´s Gesicht sagen!

Es ist so weit: meine Tochter heisst Facebook!


Auch wenn wir ein satirisches Blog sind ist DAS JETZT KEIN SCHERZ: das erste Kind auf der Welt trägt den Namen Facebook. „Facebook Jamal Ibrahim“ um genau zu sein, und die Kleine ist Tochter eines Ägypters, der dem sozialen Netzwerk damit seine Probs zum Support bei der Ägyptenrevolution rüber bringen will.

Zuckerberg hat bereits reagiert und angekündigt sein erstes Kind entweder Tyler oder Cameron Winklevoss zu nennen.

Seit der Bekanntwerdung der kleinen „Facebook Ibrahim“ nimmt der Run auf deutsche Behörden exorbitant zu. Doch nicht etwa Namen wie „Twitter“, „YouTube“ oder „Xing“ gehören zu den Top Favoriten, sondern „Super Illu“, „Döner“ und „Florian Silbereisen“. Bisher wurde noch kein Wunschname tatsächlich abgelehnt, ausser einer … aber das ging wirklich zu weit, das arme Kind wäre in der Schule doch nur gehänselt worden … wollte eine verwirrte Mutter ihren Sprössling nämlich Studi VZ nennen.

Grüße, ganz fette, von der Internette 2.0

P.S. Mit den Profilnamen ist es manchmal genauso schwer…

Sicher ist sicher – oder auch nicht?


Deutscher Datenschutz die nächste Runde. Jetzt drohen die germanischen Säckelmeister, Wächter des Datenschatzes der Neuzeit, nämlich allen Websitebesitzern, die Google Analytics einsetzen mit dem Finger, nein böse böse mit Abmahnung – Knast – EXIL!!!

Für alle Nicht-Web 2.o-Nativen: Google Analytics ist ein Webanalysetool, das mir anzeigt, wieviele Besucher meine Webseite hat…und woher die kamen (z.B. aus welchem Land) usw.

Aber so nicht mehr Freundchen – damit ist jetzt Schluß, mit lustig, äh mit einfach so erfahren welche IP Adresse meine Seite besucht hat, schliesslich kann ich von der IP Adresse ja auch auf die Person schliessen …mit viel Phantasie …  jahaaa und wenn die (Adresse) aus dem Bundestag kommt und als Besucher auf Youporn gezählt wird, dann ist mal echt die Hose…ehm ich meine Polen offen Leute!!!

So geht´s nicht. Das Internet muss sicher sein. Und da werden dann entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Dafür sorgen wir – Sorry ich korrigiere: DIE!!

Neulich, als ich mir (als einzige Mahlzeit nach einer 10 stündigen Skype Chat Orgie)  in meinem Stamm Späti einen Becher Cup Nudeln holte, bemerkte ein (komischerweise nur in einen Mantel gehüllter) Mensch aufgrund meiner Begrüßungsfloskel zum Kioskbesitzer („Na Facebook Friend!“): „Iiiieh – Ihr seid bei Facebook?!? Ey sorry, aber dann seid ihr echt selber Schuld, wenn eure Daten missbraucht werden!

JA. Bin ich. Und hoffe, dass genau diese (typisch deutschen) Typen weiterhin ganz viel Angst vor Facebook&Co. haben, damit es mir wenigstens dort erspart bleibt, sie anzutreffen. Und ansonsten: lasst mich mit eurer Datenschutzscheisse in Ruhe sonst wandere ich nach Amerika aus. Dort ist es mittlerweile PFLICHT dass jeder ordentliche Haushalt ne Webcam mit Dauerleitung ins Netz schiesst. Und zwar aus jedem Zimmer.

Grüße, ganz fette, von der Internette 2.0

P.S. Daten schützen, aber die nackten Eier baumeln lassen … das kommt mir so bekannt vor!?

Unendlich viele Urlaubsfotos – NOT Danke Digicam


Digital oh Qual. Und zwar nicht Qual der Wahl – (schön wär´s!) – sondern Dank Digicam mit endlos Speicherkarte Überflutung mit den laaaaaaaaangweiligsten Fotos der Welt. Hauptsache drauf gehalten (kostet ja nichts) und dann auch noch online gestellt und alle Friends drin getaggt – könnt ja einen von denen interessieren… Könnte? NEEIIIIIIN!!!

Ach damals…die Zeiten der Analogkamera. Zwei Wochen Urlaub mit zwei Farbfilmen a 36 Bildern. Man musste genau überlegen, ja es entbrannten sogar hitzige Debatten, welches Motiv denn nun den Schuß wert war oder nicht. Und erst nach Tagen, manchmal Wochen hielt man dann die abgezogenen Bilder in Händen und fragte sich selbst ganz still „Wer hat denn den Scheiß fotografiert – und vor allem wieso?“

Und heute? Dank Digitalkamera können wir nun auf jedes ausgefallene Haar des streunenden Köter´s am Sonnenstrand Bulgariens drauf halten und zwei Wochen Urlaub bringen locker an die 976 Bilder, die man – Yeah – auch immer gleich sofort sehen kann (was die Qualität dennoch nicht revolutionär verbessert). Und die meine Online Friends aber auch mal schön sehen MÜSSEN!

Muss man die „Dasselbe Motiv in 23Versionen, die man noch nicht mal voneinander unterscheiden kann“ Fotos alle online stellen? Sind die Pics meiner Körperteile vor, während und nach der Fußpilzbehandlung wirklich spannend?

Will ich solche Fotos sehen?

Wollt ihr?

Grüße, ganz fette, von der Internette 2.0

P.S. Solch unnötigen Content kann eigentlich nur noch Bobbele Becker toppen…