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Friends ablehnen – darf man das überhaupt?


Die Antwort lautet: NEIN. Aber man kann sich perfider Mittel bedienen, dem ungewünschten Friend klar zu machen, dass man noch nicht mal per Netzwerk mit ihm „befreundet“ sein will. Und DAS ist echte Ablehnung…so einen Diss gab es auf dem schlimmsten Schulhof nicht. Aber der war ja auch nicht virtuell…

Hier also die Webknigge „Friends Ablehnen Tipps“:

1) einfach IGNOREN. Am Besten OHNE zugehöriger Message. (Das verschafft dem Ignorierten schlaflose Nächte, WARUM Du ihn wohl ignored hast, war das ein Versehen oder ist da programmiertechnisch was schief gelaufen..oder ..etwa doch?!?). Richtig miese Variante: Ignoren und dann auch noch bei Netzwerkbetreibern wegen inakzeptablem Verhalten anzeigen. (Anonym natürlich).

2) die Freundschaftsanfrage annehmen, aber dann – he he – am nächsten Tag feige gleich wieder lösen (ha und der merkt gar nicht, dass ihr nicht mehr befriendet seid. Wobei… ist das jetzt ein Diss für IHN oder eigentlich für DICH?)

3) die Freundschaftsanfrage annehmen, aber ihn gleich in die Gruppe “ WTF“ einsortieren – bei dieser Gruppe hast Du eingestellt, dass Mitglieder keine Fotos, Wallposts oder Infos zu Dir sehen dürfen – ooooh der Arme!

Der TOP TIPP von uns jedoch ist: einfach ALLE möglichen Friendsanfragen, am besten die ganze Welt im VORFELD schon mal blocken. Da ist man gewappnet und geschützt vor all diesen unerwünschten Anfragen. Okeeeeee, man hat ein BISSCHEN Arbeit vorne weg- aber mal ganz ehrlich: hast Du noch was anderes zu tun, als vor Deinen News Feeds zu hocken? Naaa also…

Grüße, ganz fette, von der Internette 2.0

P.S. Kann man sich auch hiervor schützen?

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Konversation wird zu Observation


Den Begriff  „Friends“ in Social Communities finde ich schon merkwürdig. „Kontakte“ würde es eher treffen, und zwar im rudimentärsten Sinn. Ich plädiere für die Bezeichnung „Klicks“.

Denn es ist doch zu 90% so: ich stelle jemandem, den ich von irgendwoher kenne, eine Freundschaftsanfrage. Dann bekomme ich irgendwann die Note „XYZ accepted your request“. Funkstille. Sonst nichts weiter. Klick – Klick. Wir sind jetzt „Friends“, aber sprechen kein Wort miteinander. Wäre also in etwa so, als würde ich in der offline Welt auf jemanden zu gehen, ihm die Hand reichen, er schlägt ein – und wir beide gehen weg. Hammer. Sind wir alle zu mundfaulen konversationsgestörten Profilleichen mutiert? NEIN! Ganz im Gegenteil – wir sind alle Online-Detektive! Wir reden nicht mehr, wir observieren. Denn obwohl ich kein Wort wechsle mit XYZ weiss ich ALLES über ihn. Wann er den Computer einschaltet, was er gestern getrunken hat, dass er grad ein Praktikum in Lissabon macht und seine Beziehung „complicated“ findet. Geburtstag, Freunde, politische Einstellung und wozu sollte ich mich mit ihm treffen, wenn ich doch (per Foto) auf all seinen Familienfesten dabei sein kann. REDEN? Konversation? Was ist das überhaupt? Kann man das mit der Zweifingertechnik tippen? Ach nö. Ich guck lieber.

Grüße, ganz fette von der Internette.